Denzlinger Kulturkreis

Denzlinger Kulturkreis

 

Galerie im Alten Rathaus

Hauptstraße 118

79211 Denzlingen

Marché 2022

 

Eva Rosenstiel

 

 

01.04. - 01.05.2022

 

 

 

+49 (0) 761 - 58 53 91 36

 

www.denzlinger-kulturkreis.de

 

 

 

Öffnungszeiten:

Sa + So: 15.00 - 18.00  nur während der Ausstellungen

unter den aktuellen Corona-Verordnungen

 

 

 

Ausstellungsschwerpunkt:

Druckgrafik, Fotografie, Installation, Malerei, Objekt, Zeichnung

 

 

 

Die in Hüfingen auf der Baar geborene und in Freiburg lebende Künstlerin studierte zunächst Textildesign an der Fachhochschule Reutlingen und Kunstgeschichte an der Universität Freiburg, dann 1975 bis 1980 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Peter Dreher Freiburg.

 

Zum bildnerischen Konzept von Eva Rosenstiel gehört im wesentlichen die intermediale Verknüpfung von Fotografie, Zeichnung, Druckgraphik und Malerei, wobei ihr bevorzugtes Malmittel die Ölfarbe ist. Fotos und druckgraphische Vorlagen werden teilweise übermalt, in einen seriellen Zusammenhang gebracht und als Bestandteile von Installationen verwendet.

Dabei verbindet sich spannungsvoll Realismus mit Abstraktion und fotografische Illusion mit malerischer Materialität.

 

2009 war Eva Rosenstiel dank eines Stipendiums des Landes Baden-Württemberg längere Zeit an der Cité Internationale des Arts in Paris. Mehrere Aufenthalte dort folgten.

In dieser Zeit begann sie mit der Serie Marché, die bis heute neben anderen Bilderreihen

fortgesetzt wird. Auch in der Ausstellung in Denzlingen werden Arbeiten zu diesem Thema gezeigt werden.

 

Der Marché d´Aligre ist einer der vielen täglichen Märkte in Paris. Jeden Morgen wird auf - um die Mittagszeit abgebaut. Das reichhaltige Angebot besteht aus Lebensmittel, aber ebenso wird Kleidung, Bilder, Geschirr etc. - ähnlich einem Flohmarkt angeboten. Vor allem die stofflichen Objekte mit all ihren Assoziationsmöglichkeiten nimmt  Eva Rosenstiel - die biografisch bedingt eine große Affinität zum Textilen hat - in ihren Bilder auf. Das sich permanent verändernde Geschehen im immer rhythmisch gleichen Zeitfenster und nicht zuletzt der Marktplatz als Treffpunkt  sozialer und auch politischer Kontakte wird für sie Metapher für Leben.

Die gesellschaftliche Veränderung 2020 durch die pandemisch bedingten verordneten Maßnahmen findet sich auch in den Arbeiten. Das soziale Leben verschwindet, wird überdeckt. Die Bildsprache der Stoffe erscheint zerrissener und zugleich abstrakter.

In den jüngsten Bildern wird Kleidung auf einen fotografischen Himmelgrund gemalt. Sie wird so zur Landschaft und erinnert damit an das globale Problem der Entsorgung von überschüssigen Marktprodukten.

 

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