Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen

© Veranstalter

 

Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Nikolausgässle 1

78183 Hüfingen

INGEBORG JAAG: Moden anno dazumal – eine Zeitreise in die Welt der Mode

 

08.10. – 02.01.2022

+ 49 (0) 771 - 8 96 84 79

 

+ 49 (0) 17 27 21 07 78

 

info@stadtmuseumhuefingen.de

 

www.stadtmuseumhuefingen.de

 

Rathausgalerie Hüfingen, Hauptstraße 16, 78183 Hüfingen

 

 

 

Öffnungszeiten:

samstags 16 – 18 Uhr

sonntags 14 bis 17 Uhr

und nach Vereinbarung

 

 

 

Ausstellungsschwerpunkt:

Dauerausstellungen:

Ur- und Frühgeschichte

Stadtgeschichte

Hüfinger Künstlerkreis um Lucian Reich (19. Jh)

 

 

 

Wechselnde Sonderausstellungen:

Gegenwartskunst

Zeitgenössische Keramik

Nachlaß Hans Schroedter (1872 – 1957)

Stadtgeschichte

Private Führungen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche auf Anfrage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Preisträger*innen des Kunstpreises Stadtmuseum Hüfingen

 

Als gelungenen Abschluss der Ausstellung „Die Beschaffenheit der Wünsche“ hatte das Team des Stadtmuseums Hüfingen um Vorsitzenden Joachim Seidel und Kuratorin Ariane Faller-Budasz im Rahmen einer feierlichen Finissage, zu der Ulmer Künstler Jürgen

Cornelius Ernst performativ die Verbrennung unerfüllter Wünsche der

Ausstellungsbesucher beitrug, die große Ehre und Freude, die Preisträger*innen des mit insgesamt 3000,- € dotierten Kunstpreises des Stadtmuseums Hüfingen auszuzeichnen.

 

Den ersten Preis erhielt Eva-Maria Übelhör aus Freiburg, den zweiten Preis Peter Gramming aus Ulm und zwei stimmengleiche dritte Preise erhielten Hilde Bauer und Maria Jasper, beide leben und arbeiten in Freiburg.

 

 

Eine Zeitreise durch die Welt der Mode präsentiert Ingeborg Jaag vom 8. Oktober 2021 bis zum 2. Januar 2022 im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen.

Nicht nur auf eine nostalgische Modenschau der von Jaag gefertigten Wachspuppen, gekleidet nach alten Stichen und Modezeichnungen der Jahre 1780 bis 1920 dürfen sich die Museumsbesucher*innen freuen, sondern auch auf Keilrahmenarbeiten, mit denen die bekannte

Puppenmacherin die Entwicklung und Geschichte der Mode ab 1900 informativ und mit viel Liebe zum Detail aufzeigt. „Interessant fand ich, die Veränderung ab 1926“, so Ingeborg Jaag „durch das ‚kleine Schwarze‘ von Coco Chanel, von bodenlangen Roben, eingeengt in Corsagen, Spitzen und Seidenstoffen, vom ,Vorzeigeobjekt Frau‘ in der Jugendstilzeit, hin zum praktischen Outfit der heutigen Zeit einmal darzustellen.“

Auch Szenen, dargestellt mit Figuren aus der Geschichte Hüfingens, werden im Museum zu sehen sein, ebenso die Themen Bürgerwehr, Bürgerfrauen und Fasnachtszenen, katholische und evangelische

Trachten der Baar und die aus der Biedermeierzeit nachempfundene Tracht Villingens. Einen Ausstellungsraum widmet Jaag frei modellierten Figuren und Kleidermodellen ab 1935.

Alle Puppen stellte Ingeborg Jaag in Gemeinschaftsarbeit mit ihrem Mann, dem gelernten Werkzeugmacher Herbert Jaag, her, der sein Geschick besonders in Bezug auf die Innengestelle der

freistehenden Figuren sowie die mechanischen Arbeiten einbrachte.

 

Ingeborg Jaag wurde 1942 in Hüfingen geboren. Ein Highlight waren für sie die Tage als Kind hinter dem Ladentisch des Textilgeschäftes ihrer Großeltern, prägend für ihre Liebe zum Material Stoff und

zum Thema Mode. Auf ihre Ausbildung zur Erzieherin in Gegenbach, in der sie bereits viel Freude am Werken hatte, folgten erste Modellierarbeiten, Stoffpuppen und Kasperleköpfe.

1964 heiratete sie nach Villingen, ab 1984 erstellte sie die ersten ihrer berühmten Fasnachtsfiguren. „Dann“, so Ingeborg Jaag „kam mir das Brautkleid meiner Urgroßmutter aus dem Jahr 1883 in die

Hände. Begeistert von den vielen Haken, Ösen und Versteifungen kam ich auf die Idee, es zu zertrennen, zu vermessen und ein Schnittmustermodell daraus anzufertigen. Nach und nach entstand

so die erste Modedame, für die ich dann Kopf und Hände im Wachsgussverfahren herstellte.“

Bald gesellten sich Puppen im Stil des Rokoko, des Empire, der Biedermeierzeit und des Historismus hinzu. Ingeborg Jaag, seit 2003 wieder in Hüfingen lebend, erhielt mehrere Auszeichungen bei

„Eurodoll“-Puppenwettbewerben in Wiesbaden, Bregenz, Sindelfingen und Frankfurt.

 

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 08.10.2021, um 19 Uhr in der Festhalle Hüfingen mit einem Künstlergespräch eröffnet. Zur Vernissage gibt es einen besonderen „Dresscode“ – die Gäste werden dazu eingeladen, in historischer Kleidung, mit mindestens einem nostalgischen Kleidungsstück oder

Accessoire – oder mit Hut zu erscheinen.

 

Foto: Eine Draperie nostalgischer Hutminiaturen von Ingeborg Jaag. (Foto: Stadtmuseum Hüfingen/Mateusz Budasz)

 

 

Eröffnung am Fr, 08.10., um 19 Uhr, in der Festhalle Hüfingen. Es findet ein Künstlergespräch mit Ingeborg Jaag statt.

Dresscode: ein nostalgisches Kleidungsstück oder ein Hut

 

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