Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen

© Budasz

 

© Kniebühler

 

Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Nikolausgässle 1

78183 Hüfingen

+ 49 (0) 771 - 8 96 84 79

 

+ 49 (0) 17 39 45 64 98

 

info@stadtmuseumhuefingen.de

 

www.stadtmuseumhuefingen.de

 

 

 

Öffnungszeiten:

So: 14.00 - 17.00

und nach Vereinbarung

 

 

 

Ausstellungsschwerpunkt:

Dauerausstellungen:

Ur- und Frühgeschichte

Stadtgeschichte

Hüfinger Künstlerkreis um Lucian Reich (19. Jh)

 

 

 

Wechselnde Sonderausstellungen:

Gegenwartskunst

Zeitgenössische Keramik

Nachlaß Hans Schroedter (1872 – 1957)

Stadtgeschichte

Private Führungen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche auf Anfrage

 

 

Ausschreibung zur jurierten Ausstellung mit Kunstpreis des Stadtmuseums Hüfingen:

„Die Beschaffenheit der Wünsche“

Nach der sehr erfolgreichen jurierten Ausstellung „Sichtbar im Fenster die Zeit“ im Jahr 2012, schreibt das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte nun zum zweiten Mal eine themenbezogene Gruppenausstellung aus. Erstmals verleiht das Museum, unterstützt durch die ART-regio Kunstförderung, einen mit 1.500,- € dotierten Kunstpreis.

 

Angelehnt an das Gedicht von Franz Kafka „Die Träumenden und die Wünschenden halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.“ möchte das Stadtmuseum Hüfingen vom 15. Mai bis zum 16. August 2020 unter dem Titel „die Beschaffenheit der Wünsche“ einen Einblick das breite Spektrum künstlerischen Schaffens in Baden-Württemberg geben.

 

Wünsche, Träume, Hoffnungen und Sehnsüchte stehen im thematischen Fokus der Ausstellung. Wie sind die Wünsche der Menschen unserer Zeit beschaffen? Was wünschen wir uns, was wünschen wir anderen? Reales, Banales, Erreichbares, Irrationales, Individuelles oder Universelles, Unmögliches, Utopisches? Oder ist ein Wunsch zugleich auch ein Ziel? Wovon kann man in der heutigen Zeit noch träumen, und haben Träume gegenwärtig überhaupt noch eine Berechtigung? Wandeln sich die menschlichen Sehnsüchte parallel zur Veränderung der Welt oder sind sie stets Wiederholungen des Gewesenen, die auf den ersten Blick nur anders erscheinen? Ist Hoffnung grausam oder lebensnotwendig oder beides? Das Museumsteam lädt interessierte Künstlerinnen und Künstler dazu ein, sich diesen Fragestellungen mit ihren eigenen Mitteln auf vielerlei möglichen Wegen und Ebenen anzunähern.

 

Eine Bewerbung kann ab sofort erfolgen, die detaillierte Ausschreibung sowie das Teilnahmeformular sind auf der Homepage www.stadtmuseumhuefingen.de abrufbar und liegen im Museum zur Abholung aus.

 

Die Bewerbungsfrist endet am 29.02.2020, es gilt der Poststempel.

 

 

 

 

„Papier dreidimensional“

Josef Bücheler

 

„offensichtlich Papier“

Anja Kniebühler

 

24.01. – 26.04.2020

Josef Bücheler und Anja Kniebühler, die sich beide auf ganz unterschiedliche Weise mit dem spannenden und komplexen Werkstoff Papier auseinandersetzen, zeigen ihre Werke.

 

 

„Meine Arbeiten entstehen spontan in der Auseinandersetzung mit dem Material“, erläutert der in Rottweil lebende und arbeitende Künstler Josef Bücheler, der seine Werke in Hüfingen unter dem Titel ‘Papier dreidimensional’ präsentiert. „Das Material wird mitbestimmend für die räumliche Form, für Inhalt und Aussage meiner Objekte. Materialität und Immaterialität bilden die Pole meiner Arbeit.“ Papier, bunte Zeitungen, Weidenzweige, Seil, Leim, Graphit, Erde und Asche bilden die Ausgangspunkte seiner Werke, die, nicht zuletzt aufgrund ihrer formalen Reduktion und der Verwendung von sogenannten „armen“ Materialien, oft der Arte Povera zugeordnet werden.

Josef Bücheler wurde 1936 in Wiesbaden geboren. Einer Lehre als Tapezierer und Polsterer in der großväterlichen Werkstatt schloss sich eine Ausbildung zum Kunstglaser und Glasmaler an. Zeichnen und Schrift lernte Bücheler währenddessen in der Werkkunstschule Wiesbaden bei Johannes Boehland. Von 1959 bis 1962 absolvierte er ein Noviziat in der Benediktinerabtei St. Matthias, Trier. 1974 bis 1999 arbeitete er als Lehrer für Werken und Technik an der Maximilian-Kolbe-Schule in Rottweil. Arbeitsaufenthalte als Bildhauer und Lehrer im Entwicklungsprojekt Shanti-Dipshikha in Bangladesch prägten Josef Büchelers künstlerisches Schaffen. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg im Jahr 1996, dem Kunstpreis der Stadt Donaueschingen 2011 und dem Preis der Kulturstiftung Rottweil 2016.

 

 

„Mit meinen Arbeiten möchte ich an die Grenze der Wahrnehmung gehen“, sagt die 1967 in Freiburg geborene Malerin und Zeichnerin Anja Kniebühler. „Ich möchte nicht Wirklichkeiten abbilden sondern dazu einladen, Assoziationen gleichzeitig zur eigenen Innen- und Außenwelt zu schaffen.“

‘Offensichtlich Papier’ lautet ihr Ausstellungstitel - klar, unumwunden und deskriptiv, doch fordert er zugleich subtil dazu auf, das nicht Offensichtliche in ihrem Werk zu entdecken.

Kniebühler arbeitet mit Ölfarbe, Tusche, Aquarell und unterschiedlichen Nadeln. Mittels der Letztgenannten erweitert die Künstlerin durch das scheinbare Zerstören des Papiers ihre Formensprache und erzeugt ein sich aus der Fläche erhebendes Relief, das sich abhängig Lichteinfall verändert und neue Bildräume schafft. Anleihen und Orientierungspunkte ihrer Bildsprache findet sie in der Pflanzen- und Tierwelt sowie in Alltagsgegenständen.

„Es geht mit um scheinbare Widersprüchlichkeiten im Erleben und Denken“, charakterisiert sie ihre Arbeit „Viel- und Mehrdeutiges versuche ich konkret visuell sichtbar zu machen. Fülle und Leere stehen sich gegenüber.“

Anja Kniebühler studierte von 1989 bis 1995 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, bei Prof. Max Kaminski, zuletzt als dessen Meisterschülerin.

Stipendien führten sie unter anderem an die Cité des Arts Paris, an die Association of Icelandic Visual Artists Reykjavik und an die Universität Lissabon.

 

Zur Ausstellungseröffnung im Hüfinger Stadtmuseum am 24.01.2020, um 19 Uhr führt Kuratorin Ariane Faller-Budasz in das Werk von Anja Kniebühler und Josef Bücheler ein. Celine Esterle umrahmt die Vernissage mit ihrer Harfe.

 

 

Fotos:

2.: Josef Bücheler: PW20/19 (Foto: Mateusz Budasz)

3.: Anja Kniebühler: Aquarell Blau/Braun, 2019 (Foto: Anja Kniebühler)

 

Eröffnung am 24.01.2020 um 19 Uhr

Einführung: Ariane Faller-Budasz, Kuratorin

Musik: Celine Esterle, Harfe

 

Künstlergespräche mit Josef Bücheler und Anja Kniebühler: So, 29.03.2020, 15 Uhr

 

 

 

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