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Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen
Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Nikolausgässle 1, 78183 Hüfingen
Tel.: +49(0)771 8968479 bzw. +49(0)1727210778
Rathausgalerie Hüfingen, Hauptstraße 16, 78183 Hüfingen
Öffnungszeiten:
sonntags 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
Dauerausstellungen:
Ur- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Hüfinger Künstlerkreis um Lucian Reich (19. Jh)
Wechselnde Sonderausstellungen:
Gegenwartskunst, zeitgenössische Keramik, Nachlaß Hans Schroedter (1872 – 1957), private Führungen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche auf Anfrage
PROFONDO
Am Freitag, 15. Mai 2026 startet ein binationales Ausstellungsprojekt, das an zwei Orten gezeigt werden wird: Vom 15.05. bis zum 02.08.2026 im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen und vom 03.04. bis 12.06.2027 in der Pinacoteca d'Arte Contemporanea Città di Montoro (AV), Italien. Für die Kooperation konnte die renommierte Kuratorin Ida Terracciano gewonnen werden, die auch für den Titel der Ausstellung – PROFONDO - verantwortlich zeichnet.
"Die Ausstellung webt einen roten Faden zwischen den kulturellen Strukturen der Orte des Austauschs und interpretiert sie durch den Fokus zeitgenössischer Kunstforschung neu", erläutert Ida Terracciano. "Angesichts der jüngsten geopolitischen Veränderungen ermöglicht das Projekt ein Eintauchen in die schwäbisch-alemannische und lateinische Kultur, konzipiert als Teil einer einzigen, zusammenhängenden Landschaft – einer von den Alpen durchzogenen Geografie, in der die Geschichte vielfältige territoriale Konfigurationen erfahren hat." Unter dem Titel PROFONDO – zu deutsch tiefgründig, profund, umfassend – zeigt das Stadtmuseum Hüfingen Arbeiten von Andrea Hess aus Freiburg, Traci Kelly aus Stuttgart/Baiersbronn, Valeria Manzi, Concetta Modica und Pasquale Polidori, alle aus Mailand, und Martin Schwer aus Furtwangen.
Andrea Hess' Nähzeichnungen entstehen assoziativ zu einem inneren Bild. Es gibt einen ersten Impuls, um den sich anschließend der Faden entwickelt.
Traci Kellys interdisziplinäre Arbeit bindet das Publikum auf überraschende Weise ein und schafft offene und sich entwickelnde Dialoge. Ihre Arbeiten bringen oft Vorstellungen von körperlicher und soziopolitischer Subjektivität ins Wanken und öffnen Raum für Zweifel am Status des gelebten und materiellen Körpers.
Valeria Manzi wird mit Kunstgrafiken und der Konstruktion dreidimensionaler Formen arbeiten und so eine visuelle Untersuchung generieren, die mit dem konzeptionellen Rahmen der Ausstellung verknüpft ist. Für die Ausstellung konzipiert die Künstlerin einen vieldeutigen Warteraum: "Ein Ort als Ressource, an dem die Stunden vergehen und man ohne Fahrkarte reist."
Concetta Modica wird mit dem umgebenden Raum des Museums interagieren und einen Dialog zwischen Innen- und Außenbereich schaffen, wodurch die Beziehung zwischen Ort und Kunstwerk gestärkt wird. Installativ bezieht Modica den Museumshof mittels subtiler Interventionen mit ein.
Pasquale Polidori wird die Strukturen der Sprache, der Literatur und der Kunst im Vergleich zur deutschen Sprache untersuchen und dabei eine Installation mit Ton- und Videoelementen schaffen. In seinem Beitrag zur Ausstellung arbeitet Polidori mit kritischen Texten aus dem Katalog der Documenta 6 (Kassel 1977), die im Rahmen des Projekts MAGNETPERLEN im Tonstudio LUMI in Rom chorisch eingelesen wurden.
Martin Schwers Objekte sind Fundstücke und Momentaufnahmen auf der Suche nach Anlässen, im günstigsten Fall selbst Anlass und Werkzeug zur Erschließung von über die eigene empirische Wirklichkeit hinausgehenden Erfahrungen.
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